{"id":1405,"date":"2014-05-21T20:22:20","date_gmt":"2014-05-21T19:22:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paddelmaier.de\/?p=1405"},"modified":"2014-05-30T20:09:20","modified_gmt":"2014-05-30T19:09:20","slug":"23-bis-37-tag-zusammenfassung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.paddelmaier.de\/?p=1405","title":{"rendered":"23. bis 37. Tag, Zusammenfassung (Bilder folgen )"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>8.5., 23. Tag<\/p>\n<p>In der Nacht hat es zu regnen begonnen. Der Himmel ist grau und nass. Der Wetterbericht klingt auch nicht besonders erfreulich. Wir beschlie\u00dfen daher weiter zu fahren. Bald sind die Boote verladen und wir rollen ostw\u00e4rts. Polen, wir kommen! <!--more--><\/p>\n<p>Wir rollen, wie wir es gerne tun, \u00fcber kleine wei\u00dfe Stra\u00dfen, was aber nicht immer gut ist. Selten haben wir so grobes Kopfsteinpflaster erlebt, das Auto f\u00e4llt fast auseinander, obwohl ich so langsam fahre wie selten. Andererseits sind wei\u00dfe Str\u00e4\u00dfchen manchmal glatt wie ein Kinderpopo und wundersch\u00f6n zu fahren. Die D\u00f6rfer, durch die wir fahren fallen durch einige Merkw\u00fcrdigkeiten auf: schmucke H\u00e4uschen sind zu sehen, aber auch viele halb verfallene Burgen, im l\u00e4ndlichen Bereich sieht man viele ehemalige LPGs, die sich in einem schlimmen Zustand befinden, wo offensichtlich alles dem Verfall preisgegeben wird. Au\u00dferdem habe ich noch nirgends so viele NPD-Wahlplakate gesehen wie hier, selbst die Linke ist nicht mal halb so oft vertreten, von den anderen Parteien sieht man noch weniger.<\/p>\n<p>Unterwegs fahren wir durch Landschaften, die nur selten von D\u00f6rfern unterbrochen werden. Daf\u00fcr sieht man endlos weite Felder, die meisten in gelb, das sind die riesigen Rapsfelder, die haupts\u00e4chlich f\u00fcr Biosprit angebaut werden. Dann gibt es noch viele Getreidefelder, die momentan alle noch in saftigem Gr\u00fcn dastehen. Es gibt aber noch andere gewaltige Farbenspiele: Noch nie habe ich solche gro\u00dfen und weitl\u00e4ufigen Fliederb\u00e4ume gesehen, fast alle in lila. Wenn die am Rande eines Rapsfeldes stehen und hinten dran ist der dunkelgraue Regenhimmel, dann sieht man Bilder, die fast unwirklich erscheinen.<\/p>\n<p>In Neubrandenburg machen wir eine Stippvisite, spazieren durch die Stadt, essen gute Suppen und kaufen eine neue Sim-Karte f\u00fcr Helgas Handy. Unterwegs in Richtung Stettin kaufen wir nochmals einige Sachen ein und fahren dann nach Mescherin, wo wir auf unserer Oderfahrt die letzte \u00dcbernachtung vor Stettin hatten. Wir sind zwar noch in Deutschland, aber weder Handy noch Fernseher wollen was von Deutschland wissen. Nun sind wir also bereits im Ausland, morgen geht es dann wirklich \u00fcber die Grenze.<\/p>\n<p>Wetter: K\u00fchl, regnerisch, manchmal etwas sonnig. Temp. von 10 \u2013 16 \u00b0<\/p>\n<p>Essen in Neu-Brandenburg: Ayurvedische Tomatensuppe bzw. Linsensuppe und Nachtisch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>9.5.,\u00a0\u00a0 24. Tag<\/p>\n<p>Als erstes entdecke ich, dass ich am neuen Fahrradtr\u00e4ger einen Schwachpunkt eingebaut habe. Der Aluwinkel, der den rechten Holm bremsen soll, hat sich verbogen, so dass die Schiene schr\u00e4g h\u00e4ngt. Da es regnet habe ich keine Lust zur Reparatur. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck geht es los, es regnet und regnet. Polen empf\u00e4ngt uns also so wie es uns vor Jahren verabschiedet hat, nass. Kurz vor der Autobahn, in einer Regenpause repariere ich den Tr\u00e4ger und weiter geht es. Die Autobahn und die folgende Strecke sind super, kein Vergleich mit den Holperstrecken von fr\u00fcher. Auch hier gibt es unglaublich gro\u00dfe Rapsfelder, leider sind sie im Regen nicht so attraktiv wie in der Sonne. An einer Raststation essen wir eine leckere Gulaschsuppe, dann geht es weiter. Wir kommen nach Bydgoszcz (Bromberg), der Partnerstadt von Mannheim. Am Ortseingang gibt es kein Schild, das auf die St\u00e4dtepartnerschaft hinweist, auch in der Stadt haben wir nichts davon gefunden. Schade. Wir bummeln von unserem zentralen Parkplatz aus durch die Altstadt und das Zentrum, tauschen Geld und fahren weiter nach Torun (Thorn). Hier gibt es einen Campingplatz bei einem Motel, auf dem wir fr\u00fcher schon mal waren und der heute in einem fast neuen Zustand aufwartet. Im Speckg\u00fcrtel von Bydgoszcz w\u00e4hnt man sich in Frankreich. Hier gibt es den Auchon, Carrefour, Decathlon, Castorama und nat\u00fcrlich unsere deutschen Discounter. Die Geb\u00e4ude sind z.T. supermodern und ziemlich neu.<\/p>\n<p>Die Fahrweise der Polen ist interessant. Die meisten fahren rel. ruhig und angepasst an die erlaubten Geschwindigkeiten. Wahrscheinlich hat das damit zu tun, dass wir auf unserem Weg von der Grenze bis hierher in jedem Dorf mindestens eine Geschwindigkeits\u00fcberwachungsanlage gesehen haben. Es gibt nat\u00fcrlich eine Minderheit, die wild f\u00e4hrt, im \u00dcberholverbot \u00fcberholt und bei Tempo 50 mit 100 durchbrettert. Interessant auch, dass auf einem St\u00fcck Schnellstra\u00dfe vor Torun von vielen richtig hei\u00df gefahren wurde, wir sahen aber auch auf der ganzen Strecke keine \u00dcberwachungsanlage! Nun sitzen wir in Torun und gehen morgen auf den Spuren von Kopernikus durch die Stadt. Der Campingplatz ist bei einem Hotel und sch\u00f6n angelegt mit Holzh\u00fctten und sch\u00f6ner Zeltwiese. Die Sanit\u00e4ranlagen sind sehr modern aber schlecht montiert. Kein Ruhmesblatt f\u00fcr polnische Handwerkskunst. In der Nacht erleben wir ein Gewitter mit Starkregen, dass man meinen k\u00f6nnte, das Auto schwimmt weg.<\/p>\n<p>Wetter: Vormittag regnerisch bis Landregen bei 10-13\u00b0, Nachmittags bedeckt, sonnig und warm bis 18\u00b0. In der Nacht Gewitter mit Starkregen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>10.5.,\u00a0\u00a0 25. Tag<\/p>\n<p>Wir starten im Trockenen! Als wir aber das WoMo auf einem Parkplatz abstellen um die Altstadt zu besichtigen, f\u00e4ngt es an zu nieseln. Bis wir die Schirme holen wollen h\u00f6rt es schon wieder auf. Also gehen wir so in die Altstadt. Sie ist absolut sehenswert und fast \u00fcberall sch\u00f6n restauriert. Heute ist auch ein Fest zur Er\u00f6ffnung der Touristensaison, allerdings wird es wohl erst am Nachmittag starten. Nat\u00fcrlich erweisen wir Kopernikus unsere Reverenz und kaufen auch eine Packung der ber\u00fchmten Toruner Pfefferkuchen. Dann beginnt auch schon wieder der Regen, fein und intensiv, so dass wir auf dem Weg zum Auto sch\u00f6n feucht werden. Wir wollen heute noch nach Olsztyn, dem Ort, in dem die ber\u00fchmte Grafik von Kopernikus zu sehen ist. Da es hier keine Autobahn gibt, hei\u00dft es Landstra\u00dfe fahren. Am Ortsende von Torun ist ein Carrefour Hypermarch\u00e9, da kommen wir nicht vorbei. Der Markt ist wie in Frankreich aufgebaut, aber nat\u00fcrlich auf polnische Verh\u00e4ltnisse abgestimmt. Wir essen bei einem Vietnamesen zu Mittag, dann bekomme ich eine polnische Simcard f\u00fcr Smartphone und Netbook, damit ich wieder ins Internet komme.( Ca. 5 \u20ac f\u00fcr 30 Tg. und 2GB!). Dann sind wir im Markt. Leider haben wir noch gen\u00fcgend Lebensmittel, so dass wir nur wenig kaufen k\u00f6nnen. F\u00fcr mich als Wurstomanen beginnt ein Leidensweg. In den Theken liegen bergeweise W\u00fcrste aller Art, dazu ger\u00e4uchertes vom Schwein, eingelegtes zum grillen, es ist eine Qu\u00e4lerei, daran vorbei zu gehen. Es hilft nichts, zuerst m\u00fcssen die Vorr\u00e4te aufgegessen werden. Sp\u00e4ter rollen wir dann weiter auf den spritsparenden polnischen Landstra\u00dfen. Spitsparend deswegen, weil die max. Geschwindigkeit 90 ist, h\u00e4ufig aber auch 60 oder 70 vorgeschrieben sind. In den langgezogenen D\u00f6rfern, manchmal gehen 3 ineinander \u00fcber, ist 50 oder 40 vorgeschrieben und auf Strecke ist f\u00fcr mich \u00fcberholen von LKWs kaum machbar, denn die fahren auch 90 oder was gerade erlaubt ist. So werden die Tagesetappen nicht gerade gro\u00df, aber wir haben ja auch Zeit und gew\u00f6hnen uns langsam an die Fahrweise. Bevor wir nach Olsztyn fahren biegen wir noch zu 2 gro\u00dfen Schlachtfeldern der Vergangenheit ab. Im Mittelalter gab es die gro\u00dfe Schlacht bei Grunwald wo die Polen gegen die Deutschritter gewannen und wo heute ein ganz wichtiges Denkmal f\u00fcr Polen steht. Ganz in der N\u00e4he ist das Schlachtfeld von Tannenberg, wo im ersten Weltkrieg die Deutschen die Polen und Russen vernichteten. Beides sind Mahnmale gegen den Wahnsinn von Kriegen in denen unvorstellbar viele Menschen dem Machtstreben einzelner geopfert wurden.<\/p>\n<p>In Grunwald gehen wir den H\u00fcgel hoch zu den Schlachtfeldern und offensichtlich muss es so sein, es begann zu gie\u00dfen. Klatschnass kamen wir zur\u00fcck und kurz darauf schien wieder die Sonne. Wir beschlossen daher, hier zu \u00fcbernachten und stehen nun wieder einmal mutterseelenallein auf dem Parkplatz. Morgen wollen wir aber mindestens durch die Masuren kommen um nochmals kurz vor der Grenze nach Litauen zu \u00fcbernachten. Meine neue Simcard half mit zwar in Torun, die Mails der letzten 2 Tage zu lesen, aber hier drau\u00dfen habe ich wieder mal keine Verbindung.<\/p>\n<p>Wetter: leichter Regen, Sonne, st\u00e4rkerer Regen, bew\u00f6lkt. Temp.: 10 \u2013 13 \u00b0, bzw. 16\u00b0 in der Sonne (wenn da).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>11.5., 26. Tag<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir los. Nat\u00fcrlich nieselt es. Das erste Ziel ist die Stadt Olsztyn, das ehem. Allenstein. Hier hat Kopernikus gewirkt. Wir spazieren durch die Altstadt, die aber l\u00e4ngst nicht so sch\u00f6n ist wie Torun. Dann gehen wir ins Museum 2x5Zl., und sehen das Originalbuch und die Kopien der Aufzeichnungen von Kopernikus. Die Tafel ist nicht zug\u00e4nglich und die Bilder der \u201ealten W\u00fcrdentr\u00e4ger\u201c sind so wie \u00fcberall. Also fahren wir weiter. Nun wandeln wir auf heiligen Pfaden, wir fahren zur \u201eHeiligen Linde\u201c. Das ist eine Wallfahrtskirche in \u00fcppigster Pracht, \u00fcberladen bis zum geht nicht mehr, aber sehr eindrucksvoll. Wir gehen essen (Zander in Dillso\u00dfe, sehr lecker) , dann fahren wir weiter zum n\u00e4chsten Event. Nun steht ein Besuch in einer Einrichtung der schlimmsten Gegenwartsgeschichte an, der Wolfsschanze, Hitlers verborgene Bunkersiedlung. Hier fand das leider missgl\u00fcckte Attentat auf den \u201eGr\u00f6faz\u201c statt, das dieses Schwein nur leicht verletzt \u00fcberlebte. Wenn man diese dicken Betonteile sieht kann man es sich kaum vorstellen, dass sie doch gesprengt werden konnten. Nach unserem Rundgang verabschieden wir uns schnell,, das ist kein Ort, an dem man l\u00e4nger bleiben m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Wir fahren auf wei\u00dfen Str\u00e4\u00dfchen weiter, nicht immer sind die sch\u00f6n. Nach einer sch\u00f6nen glatten Stra\u00dfe folgt eine Holperstrecke, die den Bus fast auseinanderfallen l\u00e4sst, obwohl wir nur noch mit 20 dahinkriechen. Bald \u00e4ndert sich die Situation und aus dem katastrophalen Asphalt wird eine Holperstrecke aus Pflaster, das genau so schlimm wie in Mecklenburg in den D\u00f6rfern ist. Hier geht es aber \u00fcber 8 km so weiter bis endlich wieder glatter Asphalt unter den R\u00e4dern ist. Also, nicht immer sind wei\u00dfe Str\u00e4\u00dfchen gut, aber eines hatten sie, sie f\u00fchrten durch wundersch\u00f6ne Seenlandschaften. H\u00e4ufig sind St\u00f6rche in den Wiesen zusehen, aber auch auf ihren Horsten beim f\u00fcttern der Jungv\u00f6gel. Wir sahen auch wieder Kraniche auf den Feldern, f\u00fcr uns ein ganz neues Erlebnis. Hinter Olezko finden wir eine Karczma bei der wir \u00fcbernachten k\u00f6nnen. Weil es darin so gem\u00fctlich ist gehen wir noch zum Abendessen dort hinein. Helga bekommt kleine Mar\u00e4nen und ich Pirogen mit Fleischf\u00fcllung, beides schmeckt sehr gut. Nun planen wir den morgigen Tag, da wir \u00fcber die Grenze nach Litauen fahren werden. Wenn man nun meint, die Maiers paddeln ja gar nicht mehr muss man wissen, dass wir uns vorgenommen haben, erst einmal weit nach Osten zu fahren und dann in Ruhe die Fl\u00fcsse in Richtung Westen anzufahren. Wir hatten Bedenken, uns sonst schon in Polen zu verzetteln.<\/p>\n<p>Wetter: zuerst kalt und Nieselregen, dann trocken und Sonne bis ca. 17\u00b0, dann Regen und bedeckt, Temp. 10 \u2013 13 \u00b0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>12.5.,\u00a0\u00a0 27. Tag<\/p>\n<p>Nachts tr\u00f6pfelt es nat\u00fcrlich wieder. Wir fahren bald los und und tanken nochmals f\u00fcr ca. 1,30 \u20ac\/l. Dann geht es \u00fcber die Grenze nach Litauen. Der Himmel ist grau und ab und zu feucht. Auf dem Baltic-Highway wo max. 90 erlaubt ist h\u00e4ngen wir meistens zwischen den LKW-Kolonnen und fahren im Konvoi mit. Die Stra\u00dfe ist glatt, hat aber z.T. tiefe Spurrinnen in denen man mit einer Radseite h\u00e4ngen bleibt. Die meisten fahren moderat, aber einige sind scheinbar willenlos und \u00fcberholen auch im Gegenverkehr. Es sieht schon komisch aus wenn dir pl\u00f6tzlich 4 Scheinwerfer entgegen kommen. In Kaunas schauen wir uns die Altstadt an, die lange nicht so sch\u00f6n wie beschrieben ist. Viele H\u00e4user sind in einem sehr schlechten Zustand. Wir essen billig aber gut in einem \u201eSchnellrestaurant\u201c Burger und Pizza und fahren dann bald weiter, da es sowieso wieder regnet. Das Wetter verlockt wirklich nicht zum paddeln, daher beschlie\u00dfen wir, gleich bis Riga durchzufahren. Die Fahrt auf der \u201eVia Baltica\u201c ist interessant, es kommen uns jede Menge LKWs entgegen, auch immer wieder leere Autotransporter. Aber auch volle Autoh\u00e4nger, werden damit die reparierten Kfz wieder in den Westen zur\u00fcck gebracht?<\/p>\n<p>Die Landschaft ist flach und von Feldwirtschaft gepr\u00e4gt. Man kann weit ins Land hineinschauen. Die Fl\u00fcsschen sind schmal und windungsreich. Nach der Grenze \u00e4ndert sich auch die Landschaft. Es gibt viel Wald, viel Birkenwald. Der Verkehr ist der gleiche, es wird gerne im Gegenverkehr \u00fcberholt, da die LKWs und PKWs der anderen Autofahrer immer so weit ausweichen, dass f\u00fcr 3 gen\u00fcgend Platz ist . In der ersten Stadt sehen wir auch schon die ersten Hyperm\u00e4rkte, allerdings keine franz\u00f6sischen. Dann kommen wir nach Riga und fahren auf den City-Camping. Hier stehen einige WoMos, darunter auch ein Iveco-4&#215;4 und ein Unimog 4&#215;4. Wo die wohl hinfahren? Die Sanit\u00e4reinrichtungen in den Containern sind in jeder Hinsicht defekt, hier soll demn\u00e4chst die Saison beginnen. Na, ja, zum \u00fcbernachten und Stadt besichtigen kann man hier bleiben.<\/p>\n<p>Wetter: k\u00fchl, feucht, grau, ca. 10-12\u00b0, bei Einfahrt nach Lettland Sonne mit bis zu 17\u00b0, dann wieder tr\u00fcb.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>13.5., 28. Tag<\/p>\n<p>CP-Riga = the best CP from Town. 2 Toilettencontainer: der f\u00fcr M\u00e4nner ist \u00fcberschwemmt, Toiletten verstopft, keine Sp\u00fclung, da abgestellt. Ab heute ist der Container ganz geschlossen. Duschen und WC gibt es am Ende des Platzes im Konzerthaus: 6 Duschen, 1 WC, 1 Waschbecken, Weg ca. 100 m.<\/p>\n<p>Heute ist Stadtbesichtigung angesagt, die Sonne zeigt sich, wir ziehen uns leichter an, nehmen aber Schirme mit. Diese Entscheidung ist gut, denn es regnet h\u00e4ufig und fest. Wir gehen die Sehensw\u00fcrdigkeiten nach Plan ab, verlaufen uns ab und zu und finden immer wieder zum rechten Weg zur\u00fcck. Es gibt sch\u00f6ne Jugendstil-Geb\u00e4ude, nat\u00fcrlich interessante Kirchen, Schwarzkopfhaus, 3 Br\u00fcder , B\u00f6rse usw. Die Altstadt ist sch\u00f6n renoviert, schlie\u00dflich sind wir in der Kulturhauptstadt 2014. Wir finden den Weg zu den Markthallen und das ist ein Erlebnis der besonderen Art. Die erste Halle ist nur f\u00fcr Fische reserviert. So viele Fischst\u00e4nde haben wir noch nie gesehen, nicht einmal in Marseille oder Barcelona. Es gibt unglaublich viele Fische, von den kleinsten f\u00fcr 0,50 \u20ac \/ kg bis zum teuersten, dem Aal f\u00fcr 29,90 \/ kg. Zander ist f\u00fcr unsere Begriffe sehr g\u00fcnstig, es gibt St\u00f6re und nat\u00fcrlich Kaviar, angefangen vom Forellenkaviar bis zum teuren vom St\u00f6r. Heringe kosten ab 2,10 \u2013 2,30 \u20ac \/ kg. Fast jeder Stand hat au\u00dfer frischem Fisch auch R\u00e4ucherfisch im Angebot, von kleinen St\u00fccken bis zu ganzen R\u00e4ucherfischen wie Lachs oder Steinbutt von \u00fcber 40 cm Durchmesser. In der Fischhalle kann man auch essen, was wir dann auch taten. Helga bekam Aal und ich Heilbutt, k\u00f6stlich gebraten und angerichtet und nicht ganz billig.<\/p>\n<p>Beim weiteren Spazierengehen entdeckten wir 2 Musiker in einem Hauseingang, die richtig sch\u00f6n Perkussion spielten. Der eine hatte ein Instrument, das wie 2 flache und zusammengef\u00fcgte Metallsch\u00fcsseln aussah und wie eine Karribean Steeldrum klang. Der andere hatte eine Maroc- Trommel und ein sehr seltsames Blasinstrument, dem er tolle T\u00f6ne entlockte. Da mir die Musik gefiel blieb ich gleich dort, Helga kam dann auch dazu und weil es regnete blieben wir im nahen Caf\u00e9 und h\u00f6rten den beiden zu.<\/p>\n<p>Weil es immer wieder regnete verkrochen wir uns noch in ein echt lettisches Selbstbedienungsrestaurant und blieben dort noch eine ganze Zeit. Als wir zum CP wollten fing es wieder an zu regnen, h\u00f6rte aber bald wieder auf. Im Hypermarkt, ca. 1 km vor dem CP kauften wir noch etwas ein, u.a. eine neue Sim-Karte f\u00fcr Lettland und ein paar Lebensmittel. Beim weggehen kamen wir wieder in den Regen. Auf dem Platz waren inzwischen noch weitere gel\u00e4ndeg\u00e4ngige WoMos angekommen. Wie wir erfuhren treffen sich hier 16 Teams, die gemeinsam mit einer gef\u00fchrten Tour bis nach Peking und zur\u00fcck fahren. Reisedauer ca. 8 Monate! Am Sonntag wollen sie starten. Wir sitzen nun im Regen im Bus und erholen uns von der Stadt. Seit heute morgen wissen wir auch, dass wir in einer anderen Zeitzone leben, wir sind nun 1 Stunde vor der Heimatzeit.<\/p>\n<p>Wetter: sehr gemischt, von kurzer Aufhellung bis zu heftigen Regeng\u00fcssen, Temp von ca. 12-16 \u00b0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>14. 5.,\u00a0\u00a0 29. Tag<\/p>\n<p>Es ist wieder mal richtig kalt. Um 10 Uhr sind es 8\u00b0, also ziehen wir uns entsprechend warm an, denn wir wollen den ganzen Tag in der Stadt bleiben. Ab 12 wird es warm, so ca. 14-15\u00b0, und wir sind zu warm angezogen. Wir marschieren durch die Stadt, suchen das Jugendstilviertel auf und sind erstaunt, wie sch\u00f6n es dort ist. In vielen der herrlich renovierten H\u00e4usern residieren Botschaften div. L\u00e4nder, in anderen sind edle Gesch\u00e4fte oder Firmensitze. Wir k\u00f6nnen uns kaum sattsehen. Als es Zeit wird zum Essen fahren wir mit der Tram zum Lido, einem Vergn\u00fcgungspark mit einem ganz besonderen Restaurant, einem Blockhausbau mit ca. 1000 Sitzpl\u00e4tzen. Das ganze ist aufgezogen wie beim \u201eMarch\u00e9\u201c, es gibt eine schier unglaubliche Anzahl frisch zubereiteter Speisen. Das Essen ist sehr gut und preiswert, das Bier kostet 1,95 bei 0,5l.<\/p>\n<p>Wir fahren mit dem Bus zur\u00fcck, schauen uns ein Shoppingcenter an und spazieren zum Judenviertel. Wir kommen an der wundersch\u00f6nen orthodoxen Kirche vorbei, in die wir nat\u00fcrlich auch noch reingehen. Dann sp\u00fcre ich meine Beine, wir lassen es weiterhin ruhig angehen. Wir bummeln noch in der Altstadt herum, schauen uns die Geb\u00e4ude an, die wir gestern im Regen nicht so genau gesehen haben und marschieren dann wieder \u00fcber die Br\u00fccke zu unserem Supermarkt. Nach dem obligatorischen Einkauf (mit mehreren Sorten Brot, das hervorragend schmeckt) gehen wir zum CP zur\u00fcck, wo inzwischen wohl alle Teilnehmer der gro\u00dfen Asienrundreise angekommen sind, dabei auch ein Heidelberger. Es sind nun alle Fahrzeugtypen vertreten, vom normalen Citroen-Bus \u00fcber Nasenb\u00e4ren-WoMos bis zum Extrem-Gel\u00e4nde-Lkw auf Unimog, MAN- oder Iveco-Basis. Das ganze ist organisiert von seabridge-tours.de und es wird einen Reiseblog geben. Die Tour dauert ca. 8 Monate.<\/p>\n<p>Es gibt \u00fcbrigens doch gute und funktionsf\u00e4hige Toiletten in dem Geb\u00e4ude, in dem auch die Duschen sind, die hatten wir nur vorher nicht gefunden. Die Container wurden inzwischen auch repariert.<\/p>\n<p>Wetter: zuerst sehr k\u00fchl bei 8\u00b0, dann sonnig bis ca. 16-18\u00b0 in der Sonne, aber k\u00fchler Wind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>15.5., 30. Tag<\/p>\n<p>Abfahrt aus Riga in Richtung Gauja. In Sigulda ist der Ort ganz oben, der CP nat\u00fcrlich am Wasser. 1km 11% und nochmals 1,5 km normal sind dazwischen. Der Platz ist leer und noch nicht in Betrieb. Das gleiche erleben wir in Ligatne, ebenfalls kein sch\u00f6ner Radweg zum zur\u00fcckholen. In Cesis ist der Platz ebenfalls noch zu und \u00fcber 5 km vom Bahnhof weg, die Stra\u00dfe ist steil und Baustelle. Wir wollen uns h\u00e4uslich niederlassen und beratschlagen wie wir morgen den Boots- bzw. Personentransport gestalten, da kommt der CP-Wart und erkl\u00e4rt sich bereit, uns mit den Booten zu fahren. Da der Tag heute schon recht sch\u00f6n war und es morgen ebenfalls so werden soll lassen wir uns nach Valmiera fahren und paddeln dann die 40 km auf leicht flie\u00dfendem Wasser zu unserem Bus. Kosten: 28,50 \u20ac. Mal sehen wie der Tag wird. Jetzt haben wir jedenfalls einen ganzen geschlossenen CP f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>16.5., 31. Tag<\/p>\n<p>Morgens um 8 haben wir 4\u00b0C, das Gras ist nass und der Himmel blau. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck kommt der Traffic, wir laden die Boote auf und ab geht es nach Valmiera. An der 2. Br\u00fccke am unteren Ende der Stadt setzen wir ein; der Platz ist wie h\u00e4ufig voll M\u00fcll. Wir fahren auf moorbraunem Wasser talabw\u00e4rts mit immerhin bis 9 kmh. Die ersten km sind wie auf dem Klar\u00e4lven, nur schneller. Doch bald werden die Ufer steiler und die Prallh\u00e4nge sind stark ausgewaschen. Viele B\u00e4ume liegen an den Ufern und im Fluss. An einigen Stellen gibt es sogar Felsen, die der Flusslandschaft ein interessantes Aussehen verleihen. Von Zeit zu Zeit kommen wir an den beschilderten Rastpl\u00e4tzen vorbei, es wird aber auch wild gezeltet. In der Streckenmitte bei km 20 machen wir eine Pause auf einer Sandbank und fahren nach \u00be Stunde wieder weiter. Die Ufer werden immer sch\u00f6ner, die Klippen h\u00f6her. Es gibt einige Inseln, an deren Oberseite sich bis \u00fcber 6-8 m hohe Baumverhaue angelegt haben. Nach 41 km sind wir an der Br\u00fccke von Cesis und kurz danach auf unserem Campingplatz, der ab heute ge\u00f6ffnet hat. Nach einem k\u00fchlen Bier (dem letzten) und den sp\u00e4ter folgenden Spaghettis lassen wir den Abend am Lagerfeuer ausklingen. Das Holz dazu kann man sich am gro\u00dfen Holzsto\u00df holen, das wird gestellt.<\/p>\n<p>Wetter: sch\u00f6n, sonnig z.T. \u00fcber 20 \u00b0, nachts 4\u00b0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>17.5., 32. Tag<\/p>\n<p>Es ist sch\u00f6n aber frisch am Morgen. Wir regeln unsere Abholung in Sigulda uns sind um 10 Uhr auf dem Wasser. Die Flie\u00dfgeschwindigkeit ist \u00e4hnlich, der Wasserstand ca. 5 cm h\u00f6her. Insgesamt haben wir hohes Wasser, sagt man uns. Die Gegend ist \u00e4hnlich wie gestern zum Schluss, es gibt Kliffs (hohe Felsen), u.a. eine 300 m lange Felswand in einer Rechtskurve. Sp\u00e4ter fahren wir sogar einen Schwall hinunter und kneifen die h\u00f6chsten Wellen weil wir ohne Spritzdecken fahren. Immer wieder kommen wir an Kanucamps vorbei, die aber alle auf dem Hochufer liegen und nur \u00fcber einen steilen Sandweg zu erreichen sind. Wie schon gestern werden wir die ganze Zeit von einem Vogelkonzert begleitet, erstaunlich, was die alles zu erz\u00e4hlen haben. Heute sehen wir sogar einige Paddler in Kajaks, in Kanadiern und in \u201eRubber Boats\u201c, kleinen Gummirafts, die den Fluss hinunter treiben. Pausenpl\u00e4tze gibt es in gro\u00dfer Zahl, immer wieder sind Sandb\u00e4nke in den Innenkurven zu finden. Bereits um halb Vier sind wir am ausgemachten Ausstieg und unser Fahrer ist auch schon da. Auf dem R\u00fcckweg l\u00e4sst er uns noch ein bisschen einkaufen, da wir abends grillen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Bald brennt unser Lagerfeuer, mit dessen Glut wir unseren neuen Unterwegsgrill einweihen. Alles verbrennt, der Grill hat eine ungeheure Abstrahlung, so dass wir in Zukunft mit ganz wenig Kohle auskommen werden. In unmittelbarer Nachbarschaft gibt es eine Geburtstagsfeier, bei der einer der M\u00e4nner offensichtlich das Sagen hat: laut, etwas unverst\u00e4ndlich und mit vielen Englischbrocken gew\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Wir sind zum Gl\u00fcck m\u00fcde und ziehen uns, nachdem es feucht und k\u00fchl wird, bald in den Bus zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wetter: sonnig und sch\u00f6n, bis ca. 23\u00b0, nachts ca. 8\u00b0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>18.5., 33. Tag<\/p>\n<p>Der Morgen ist zuerst blau, dann grau, es tr\u00f6pfelt; meine Vorhersage scheint zu stimmen. Wir lernen noch ein Paar aus Stade kennen, das f\u00fcr 3 Monate mit einem Allrad-Magirus unterwegs ist und auch die Truppe in Riga getroffen hat. Dann starten wir um Cesis anzusehen. Oben in der Stadt gehen wir zur Burg, nat\u00fcrlich f\u00e4ngt es an zu regnen. Daher marschieren wir zum Bus zur\u00fcck. Lokal haben wir auch kein gescheites gesehen, daher geht die Reise weiter. In Valmiera finden wir ein sch\u00f6nes Lokal, die Theaterkneipe, in der man unter Schirmen im Freien sitzt, denn inzwischen scheint die Sonne ziemlich kr\u00e4ftig. Ich esse sehr guten Zander, Helga Schweinefilet, dazu gibt es gutes Bier und danach Cappucino, der dank moderner Maschine auch sehr gut schmeckt. Und das ganze f\u00fcr knapp 22\u20ac.<\/p>\n<p>Wir wollen aber den n\u00e4chsten Fluss besichtigen, die Salaza. Leider h\u00f6rt die Asphaltstra\u00dfe bald auf und wir fahren auf einer Schotterpiste mit Tempo 30 durchs Land. Von den \u00fcberholenden und entgegenkommenden Autos werden wir sch\u00f6n eingestaubt, es knirscht im Bus. Aus Versehen werde ich zu schnell und merke, dass es sich ab Tempo 50 ruhiger fahren l\u00e4sst. Nach 24 km kommen wir wieder auf Asphalt. Der Fluss dagegen ist sehr sch\u00f6n, er hat eine ganze Menge Schw\u00e4llchen zu bieten. Leider gibt es auf dieser Strecke keinen Linienbus, man m\u00fcsste 2 Linien kombinieren. Und mit dem Fahrrad habe ich keine Lust auf so eine Tortur. Wir fahren also weiter, finden Punkte zum einsetzen und aussteigen und nehmen uns dies f\u00fcr morgen vor. Zum \u00dcbernachten wollen wir ans nahe Meer und so sind wir nun hier gelandet, stehen ganz allein in einem Kiefernwald und kommen uns vor wie am Atlantik. Ja, und Schnaken gibt es auch schon.<\/p>\n<p>Heute haben wir wieder viele St\u00f6rche gesehen, die ihre Jungen im Horst versorgen. Au\u00dferdem erleben wir heute unseren 3. oder 4.? Fr\u00fchling (jn diesem Jahr), denn \u00fcberall bl\u00fchen nun die B\u00e4ume, so wie bei uns vor 8 Wochen, in Norddeutschland vor 4 Wochen und in Polen\/Litauen vor 2 Wochen.<\/p>\n<p>Wetter: zuerst blauer Himmel, dann grau, Regen, danach Sonne und Temp. bis 32\u00b0 im Schatten!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>19.5.,\u00a0\u00a0 34. Tag<\/p>\n<p>Morgenspaziergang an und in der Ostsee. Wir treffen zuf\u00e4llig gerade den Zeitpunkt als die Ebbe kippt. Dann Fahrt in den n\u00e4chsten Ort, einkaufen und Geld holen. Wir treffen einen Paddler aus Holzwickede, der f\u00fcr 6 Monate mit Frau und Boot unterwegs ist. Zuerst Italien, dann Frankreich (Verdon, Dr\u00f4me und Ard\u00e9che), dann Polen, Baltikum, Finnland, Norwegen, Deutschland. Wir tauschen uns eine Weile aus, dann suchen wir ein Restaurant. Es gibt frisch gefangenen Barsch, lecker zubereitet. Genau gegen\u00fcber ist ein Baumarkt in dem ich div. Winkel und schrauben kaufe um den Fahrradtr\u00e4ger stabiler zu machen. Die Schotterstrecken haben den Aluwinkeln zugesetzt.<\/p>\n<p>Danach suchen wir den n\u00e4chsten (und einzigen) CP der Gegend auf. Hier ist eine neue Marina mit Hotel, Yachtclub, Ferienh\u00e4usern mit Namen ber\u00fchmter Kapit\u00e4ne und ein Campingplatz entstanden. Sch\u00f6ne Wiese, gute Sanit\u00e4ranlagen in Containern und ca. 150m zum Wasser. Und das ganze f\u00fcr 15 \u20ac ohne Strom, gegen\u00fcber gestern 17 \u20ac ohne alles. Nun nehmen wir uns heute frei, es gibt nur noch die Aktion Fahrradtr\u00e4ger verst\u00e4rken, Fahrr\u00e4der und Teile des Autos entstauben, die Schotterpisten haben es halt in sich. (Staub wie in der Sahara). Jetzt, um fast 21 Uhr ist es noch taghell, die Sonne steht noch hoch, die Dunkelheit betr\u00e4gt nur noch wenige Stunden, da es ab ca. 4 schon wieder hell wird. Internet bekomme ich auf dem Rechner immer noch nicht, nur im Smartphone, aber da l\u00e4uft heute noch meine Flatrate ab. Nun genie\u00dfen wir die himmlische Ruhe die nur durch ein leichtes Rauschen der Via Baltica gest\u00f6rt wird.<\/p>\n<p>Wetter: ganzt\u00e4gig blauer Himmel, Temp. bis 30\u00b0C, Wind aus S\u00fcd, der etwas k\u00fchlt. Au\u00dferdem 1000 kleine Fliegen, die sich \u00fcberall hinsetzen und kitzeln. Nachts gab es ein Gewitter mit richtig Krach und Regen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>20.5., 35. Tag<\/p>\n<p>Heute wird wieder gepaddelt. Wir stellen mein Fahrrad an der Aussatzstelle ab weil wir nicht sicher sind ob es f\u00fcr den Bus reicht: Abfahrtszeiten 14:00 und 18:25. Dann fahren wir hoch nach Staicele an die Br\u00fccke, laden die Boote ab und lassen das Womo stehen. Der oder die Salaca ist auch wieder moorig braun und flie\u00dft nur sehr gem\u00e4chlich vor sich hin. Die Ufer sind meistens hoch und schlammig, irgendwie erinnert mich das an den Tiber. Wir fahren fast dauernd im Wald, es stehen Birken, Ulmen und Kiefern am Ufer. H\u00e4ufig sehen wir Schachtelhalme im Uferbereich. Wie auf der Gauja haben wir ein andauerndes Vogelkonzert in den Ohren nur selten sehen wir einen Angler. In rel. kurzen Abst\u00e4nden sind Rastpl\u00e4tze angelegt, fast alle sehr neu und vermutlich mit EU-Geldern finanziert. Endlich mal etwas, das auch uns Paddlern zugute kommt. Die Beh\u00f6rden in Deutschland k\u00f6nnten sich ein Beispiel an diesen Ergebnissen nehmen.<\/p>\n<p>Unsere Mittagspause f\u00e4llt leider nur kurz aus. Wir sind zwar auf so einem neuen Platz, aber die Schnaken spielen verr\u00fcckt, es ist gewitterig. Wir fahren daher weiter und kommen bald in den sch\u00f6neren Bereich des Flusses. Das Tal wird weiter, der Flusslauf teilt sich \u00f6fter in mehrere Arme und es gibt ab und zu kleine Schwallstrecken in k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden als vorher. Bald ist unsere Tour vorbei, nach 24 km, die ganz sch\u00f6n in die Arme gingen sind wir an der verfallenen M\u00fchle an der mein Fahrrad steht. Nun kommt nochmal eine Kraftanstrengung, die Boote m\u00fcssen \u00fcber eine sehr steile B\u00f6schung hochgebracht werden, deren Unterbau haupts\u00e4chlich aus 30-40 cm dickem Laub besteht.<\/p>\n<p>Da wir erst gegen 15:30 ankommen folgt nun mein Part: Fahrradfahren bis zum Auto. Als ich auf die Stra\u00dfe schiebe kommt ein Bus gefahren. Er h\u00e4lt tats\u00e4chlich und viele steigen aus, f\u00fcr mich reicht es allerdings nicht mehr. Er war auf keinem Fahrplan verzeichnet!<\/p>\n<p>Ich qu\u00e4le mich also dann die knapp 20 Stra\u00dfenkilometer hoch, die immer nur steigen und kaum einmal abfahren lassen. Bei 25 \u00b0 und Gegenwind macht das wirklich keinen Spa\u00df. Ich beschlie\u00dfe daher, bei zuk\u00fcnftigen Fahrten dieser Art auf ein Fahrrad zu verzichten und ein Moped zu benutzen. In meinem Alter darf man das. Am Auto angekommen wird zuerst eine Flasche Wasser geleert, das Fahrrad aufgeladen und zu Helga zur\u00fcck gefahren. Dann Boote schnell verladen, denn das Gewitter naht, es tr\u00f6pfelt bereits und die Schnaken toben. Wir fahren wieder zum Platz der letzten Nacht, denn hier gibt es richtig gute Duschen und ein sch\u00f6nes Restaurant. Unser Abendessen f\u00e4llt opulent aus mit Aperitiv, sehr gutem Lachsgericht, viel Bier, lettischem Wodka und K\u00e4sekuchen als Dessert. Kaum sind wir zur\u00fcck im Bus beginnt es auch wieder zu regnen und die Luft wird angenehm k\u00fchl. Morgen fahren wir weiter nach Estland, mal sehen, was uns da erwartet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>21. 5., 36. Tag<\/p>\n<p>Es regnet kr\u00e4ftig, au\u00dferdem ist es neblig. So f\u00e4llt uns der Abschied nicht schwer. Die Via Baltica ist teilweise tief ausgefahren, man kommt sich vor wie ein Spurbus. Nach der Grenze wird die Stra\u00dfe besser, wir rollen mit 90 im Verkehr mit, gehen unterwegs tanken, 128,5\/l, und fahren im Regen weiter nach P\u00e4rnu. Wie \u00fcblich ist am Stadteingang das Handelsviertel mit einem gro\u00dfen Hypermarket. Nat\u00fcrlich gehen wir einkaufen, der Markt ist auch hier hervorragend best\u00fcckt. Die Preise kommen mir h\u00f6her vor als in Lettland, sind aber immer noch niedriger als bei uns.<\/p>\n<p>Nach dem Einkauf suchen wir einen Platz zum \u00dcbernachten, da es regnet wie verr\u00fcckt. Der im Promobil aufgef\u00fchrte Stellplatz ist ein Parkplatz am Wasser in einer unsch\u00f6nen Umgebung, dort wollen wir nicht bleiben. Also fahren wir zum Motel und Camping Konse und stellen uns dort auf. Heute nehmen wir auch Strom f\u00fcr den K\u00fchlschrank, da unsere erste Gasflasche leer ist und wir noch keine F\u00fcllm\u00f6glichkeit gefunden haben. Hier haben wir auch zum ersten Mal seit langer Zeit ein stabiles Internet, so dass ich meinen Blog wieder mal erg\u00e4nzen kann. Nach einiger Zeit h\u00f6rte es auch auf zu regnen und wir marschierten in die Stadt. Hier gibt es noch viele der traditionellen Holzh\u00e4user, wobei einige in sehr sch\u00f6nem und gepflegten Zustand sind. Bei vielen anderen ist der Verfall kaum noch aufzuhalten, eigentlich schade daf\u00fcr. Wir trinken in einem Pub ein Bier und stellen fest, dass auch das Bier teurer ist als in Lettland, n\u00e4mlich 2,70 statt 1,85 \/ 0,5 l-Glas.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 8.5., 23. Tag In der Nacht hat es zu regnen begonnen. 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