{"id":401,"date":"2009-02-25T14:17:14","date_gmt":"2009-02-25T13:17:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paddelmaier.de\/?p=401"},"modified":"2012-09-01T09:46:21","modified_gmt":"2012-09-01T08:46:21","slug":"fazit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.paddelmaier.de\/?p=401","title":{"rendered":"Fazit der Indochinareise"},"content":{"rendered":"<p>Eine selbstorganisierte Reise von 40 Tagen durch 3 L\u00e4nder S\u00fcdostasiens bringt so viele neue Eindr\u00fccke, dass es wohl einige Zeit dauern wird bis sie alle verarbeitet sind. Mit Hilfe meines Tagebuchs und vieler Bilder werden wir in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen die einzelnen Reiseabschnitte nochmals nachvollziehen und sicher neu erleben.<!--more--><\/p>\n<p>Aber einige Aussagen kann ich jetzt schon machen:<\/p>\n<p>Wir hatten uns gut vorbereitet durch lesen von Reisef\u00fchrern,\u00a0 Reiseberichten und Foren im Internet, durch Kartenstudium und durch Erz\u00e4hlungen und Informationen aus dem Bekannten- und Freundeskreis. Trotzdem verlief manches anders als geplant.<\/p>\n<div id=\"attachment_694\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-694\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-694\" title=\"urlaubsvorbereitung-001\" src=\"http:\/\/www.paddelmaier.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/urlaubsvorbereitung-001-450x337.jpg\" alt=\"Auszug aus unserem Infomaterial\" width=\"450\" height=\"337\" srcset=\"http:\/\/www.paddelmaier.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/urlaubsvorbereitung-001-450x337.jpg 450w, http:\/\/www.paddelmaier.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/urlaubsvorbereitung-001.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><p id=\"caption-attachment-694\" class=\"wp-caption-text\">Auszug aus unserem Infomaterial<\/p><\/div>\n<p>Die Tour war interessant, erlebnisreich und anstrengend. Einiges w\u00fcrden wir mit unseren jetzigen Kenntnissen anders organisieren.<\/p>\n<p>Die Entfernungen zwischen den Orten, die wir besuchen wollten, sind sehr gro\u00df, die Verkehrsverbindungen nicht immer g\u00fcnstig. Daher benutzten wir folgende Verkehrsmittel:<\/p>\n<p><strong>In der Luft:<\/strong> 9 Fl\u00fcge, davon 2 mit Antonov-Propellermaschinen, sonst Mittel- bzw. Langstreckenjets<\/p>\n<p><strong>Auf der Stra\u00dfe: <\/strong>klimatisierter VIP-Reisebus, klimatisierte Minibusse, Privat-Pkws bzw. Taxen vom schrottreifen Toyota- Camry bis zu Luxuslimousinen von Lexus und Mercedes, div. Arten von Pick-Ups und TukTuks, und ein Motorbike mit Beiwagen. Selbst gefahren sind wir mit verschiedenen 125er Motorbikes und einem Toyota Yaris.<\/p>\n<p><strong>Auf dem Wasser:<\/strong> Express- Boat f\u00fcr ca. 250 km an 1 Tag auf dem Tonle River in Cambodia, Slowboat f\u00fcr 300 km in 2 Tagen auf dem Mekong in Laos, mehrere Normal- Express- und Longtailboats auf dem Meer und dem Nam Chao Praya in Thailand und nat\u00fcrlich 1 Tour im Schlauchkajak, 3 Kanutouren mit 2- bzw. 3-Sitzer Sit-on-Tops und 1 Tour im offenen 2er Kajak.<\/p>\n<p><strong>Auf\u00a0 der Schiene:<\/strong> Spezial- Nachtexpress von Chiang Mai nach Ayutthaia, 14 Std.<\/p>\n<p>Es gibt eigentlich nur 2 Verkehrsmittel, die wir nicht benutzt haben: Fahrrad und Fahrradrikscha.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbernachtung:<\/strong> alle Abstufungen vom sehr sch\u00f6nen 4 Sterne- Hotel in Ao Nang f\u00fcr ca. 125 \u20ac bis zum einfachsten Guesthouse in Chiang Mai f\u00fcr 5,5 \u20ac<\/p>\n<p><strong>Essen und Trinken:<\/strong> ebenfalls alle preislichen Abstufungen vom guten Restaurant f\u00fcr ca. 35 \u20ac bis zur Strassenk\u00fcche f\u00fcr ca. 2,5 \u20ac (jeweils essen und trinken f\u00fcr 2); es gab kein schlechtes Essen, nur einmal eine f\u00fcr uns sehr seltsame geschmackliche Ausrichtung. Au\u00dfergew\u00f6hnlich waren: gegrilltes Krokodil, gekochte Schlange, ger\u00f6stete Flussalgen und der gegrillte Babyhai.<\/p>\n<p><strong>Sicherheit: <\/strong>Wir f\u00fchlten uns nie unsicher oder bedroht, alle 3 L\u00e4nder sind problemlos zu bereisen. Auch im Gedr\u00e4nge der\u00a0 Bahnen oder auf der Stra\u00dfe wurde man nicht begrabscht. Manchmal merkt man, dass man \u00fcbers Ohr gehauen werden soll, besonders wenn der Taxi- oder TukTuk-Fahrer nicht das angegebene Ziel anf\u00e4hrt sondern &#8222;sein&#8220; Hotel oder Guesthouse. Dann hilft nur energisches Klarmachen, dass man da hin will wo man auch gesagt hat. Auch im Reiseb\u00fcro werden manchmal Extrazahlungen oder \u00fcberh\u00f6hte Preise f\u00fcr Buchungen verlangt. Das merkt man entweder nicht oder erst zu sp\u00e4t. Durch unsere Buchf\u00fchrung, die wir fast jeden Abend auf den neuesten Stand brachten, entdeckten wir, dass pl\u00f6tzlich 2 20$-Scheine und 2 10\u20ac-Scheine\u00a0 abhanden gekommen waren obwohl wir diese W\u00e4hrungen zu diesem Zeitpunkt nicht benutzten. Vermutlich kamen sie bei der Busfahrt von Vientiane nach Luang Prabang abhanden, als wir mal schnell zur Pinkelpause aus dem Bus gingen und Helga den Rucksack auf dem Sitz liegen lie\u00df. Den Verlust des ganzen Geldes oder Geldbeutels h\u00e4tte sie nat\u00fcrlich sofort gemerkt, dazu war die die Busfahrt noch zu lang. So war die &#8222;Geisterhand&#8220; wenigstens nicht allzu unversch\u00e4mt.<\/p>\n<p><strong>Verkehr:<\/strong> Der Verkehr ist chaotisch, dicht, laut, durcheinander, aber interessanterweise relativ ungef\u00e4hrlich. Fast alle Verkehrsteilnehmer passen auf die anderen auf und machen Platz zum einscheren oder queren. So kommt es h\u00e4ufig vor, dass Fahrzeuge in bunter Reihe gegen\u00fcber oder quer zueinander stehen und doch unbeschadet \u00fcber die Kreuzung kommen. Wir haben in der ganzen Zeit keinen Unfall gesehen.<\/p>\n<p><strong>Verarbeitung des Gesehenen:<\/strong> ich merkte an mir, dass ich im Verlauf der Reise manche Sachen unterschiedlich betrachtet habe. Wir waren z.B. insgesamt 3 mal (Anfang, Mitte und Ende der Reise) in Bangkok. Am Anfang ist nat\u00fcrlich alles fremd und wird mit romantischer Verkl\u00e4rung gesehen. Je l\u00e4nger man unterwegs ist um so mehr verliert man den romantischen Blick und sieht die Sachen so wie sie wirklich sind. Die unglaublich schlechte Luft, der herumliegende Dreck, die Armut mancher Menschen fallen dann viel st\u00e4rker ins Gewicht. Zum Dreck muss man allerdings sagen, dass Thailand &#8211; und hier muss man auch besonders Bangkok erw\u00e4hnen- erstaunlich sauber ist, es wird viel gefegt und wegger\u00e4umt. In der Beziehung war die Hauptstadt Cambodias, Phnom Penh, besonders erschreckend, so viel M\u00fcll habe ich bisher noch nirgends gesehen. Es gab zwar eine M\u00fcllabfuhr, die war aber nicht sonderlich effektiv. Dazu kam die extreme Hitze und die teilweise hohe Luftfeuchtigkeit. Dauertemperaturen von 35 \u00b0 C und mehr, Abk\u00fchlung in der Nacht auf nur 28-30 \u00b0C, dadurch dauernd laufende und extrem kalte Klimaanlagen sind wir nun mal nicht gewohnt, daher war dies eine besonders hohe Belastung. Angenehm waren die N\u00e4chte im Norden, z.B. in Luang Prabang und in Pai, wo das Thermometer in der Nacht bis auf 5\u00b0C fiel.<\/p>\n<p>Die Regionen, die wir bereisten waren zudem \u00e4u\u00dferst unterschiedlich, so l\u00e4sst sich z.B. der S\u00fcden mit seinen Inseln in keiner Weise mit dem gebirgigen Norden vergleichen. Die sch\u00f6nsten Punkte der Reise waren daher: der Bereich um Ao Nang und die Inselwelt der Andamanensee, Angkor Wat, Die Region um Luang Prabang, die Bergregion um Chiang Mai, der Bereich von Kanchanaburi und -mit Abstrichen- Teile von Bangkok.<\/p>\n<p>Vielleicht haben wir auch zuviel in die 40 Tage hineingestopft, dadurch waren wir eigentlich h\u00e4ufig nur auf Achse. Da wir seit Jahrzehnten unabh\u00e4ngig von Veranstaltern mit eigenen Fahrzeugen zu reisen gewohnt sind vermissten wir \u00f6fter mal diese Unabh\u00e4ngigkeit. Die ausgesuchten Verbindungen klappten zwar immer, trotzdem h\u00e4tte man als Selbstfahrer manche Sachen anders erleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Alles in allem war die Reise ein Erlebnis, von dem wir noch lange zehren werden und das wir nicht missen wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine selbstorganisierte Reise von 40 Tagen durch 3 L\u00e4nder S\u00fcdostasiens bringt so viele neue Eindr\u00fccke, dass es wohl einige Zeit dauern wird bis sie alle verarbeitet sind. 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